Vom Scheitern der Wirtschaftssteuerung – und ihrer Unentbehrlichkeit

11 Seiten | Autor: Rudolf Witzke

Der Kapitalismus kann als ein soziales Spiel beschrieben werden, das für alle Beteiligten dann gut verläuft, wenn regelmäßig ausreichende Einsätze in Form kreditfinanzierter realwirtschaftlicher Investitionen erfolgen. Kreditvergabe hat sich in diesem Zusammenhang dadurch zu bewähren, dass aus den mit ihrer Hilfe finanzierten wirtschaftlichen Leistungen ein Nutzenzuwachs resultiert, den andere Marktteilnehmer zahlungsfähig nachfragen. Werden in einer Periode mehr Kredite neu vergeben als abbezahlt, wächst die Geldmenge. Werden netto mehr Kredite aufgenommen, als aus den laufenden Einkommen Geld gespart wird, bedeutet dies, dass die Gesamtnachfrage wächst – beste Voraussetzung dafür, dass die in der jeweiligen Vorperiode getätigten Investitionen sich im Durchschnitt als rentabel erweisen können.

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Erschienen in
Berliner Debatte 3 | 2011
Sozial & ökologisch
160 Seiten

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