Keynes und die Rentiers

Warum die Überflußgesellschaft bis heute auf sich warten läßt

Üblicherweise wird unter „Keynesianismus“ eine wirtschaftspolitische Doktrin verstanden, die dem Staat und der staatlichen Geld- und Finanzpolitik eine zentrale Rolle bei der Gewährleistung eines hohen Beschäftigungsstandes zuweist. Jürgen Kromphardt hat es wie folgt formuliert: „Für mich besteht der Kern der Keynesianischen Botschaft darin, daß in einer kapitalistischen Marktwirtschaft mit dezentralen Investitionsentscheidungen die Koordinationsleistung der Märkte nicht ausreicht, um hohe Beschäftigung zu sichern, sondern daß der Staat in Situationen der Unteroder Überbeschäftigung die Nachfrage durch Geld und Fiskalpolitik steuern muß, um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage entweder zu erhöhen oder zu vermindern“. Für die Mehrzahl der Ökonomen gilt es heute freilich als ausgemacht, daß der Keynesianismus als beschäftigungspolitische Doktrin versagt hat und auch hinsichtlich seiner theoretischen Fundierung überholt ist.

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Erschienen in
Berliner Debatte 4 | 2006
Neuer Keynesianismus
112 Seiten

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