Wissenschaft im Umbruch

Von der "Perestroika" der marxistisch-leninistischen Philosophie zur "Renaissance" der russischen Philosophie

9 Seiten | Autor: Wladislaw Hedeler

Informationen über die Veränderungen in der Wissenschaftslandschaft Rußlands sind seit der Bildung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten ausgesprochen rar und gelangen oft als nur schwer zu entschlüsselnde Artikelfragmente oder spärliche Konferenzberichte in den Westen. Die Tages- und Wochenzeitungen, denen in den Jahren der Perestroika mehr über die Situation in den Geisteswissenschaften zu entnehmen war als den dickleibigen Fachzeitschriften, haben sich heute wieder tagesbezogeneren Themen zugewandt. Viele Journale, die in der Vergangenheit wenigstens ein Zerrbild der Wissenschaftsdisziplinen widerspiegelten, sind heute auf der Suche nach einem neuen Profil, kommen unregelmäßig heraus oder haben ihr Erscheinen eingestellt. Der Vertrieb russischsprachiger Literatur im Ausland steht und fällt nach dem Zusammenbruch des staatlichen Außenhandelsmonopols, das die "Meshdunarodnaja kniga" innehatte, mit der Initiative einzelner Buchhändler, die noch über "Direktbeziehungen" nach Rußland verfügen.

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Erschienen in
Berliner Debatte 6 | 1992
Postsowjetische Reflektionen
122 Seiten

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